Wie findet man den richtigen Namen für sein Startup?

Wie findet man den richtigen Namen für sein Startup?

Wir hoffen mal das wir euch mit unseren Artikeln „Warum man während des Studiums eine Firma gründen sollte“ und „Geschäftsideen die man neben dem Studium umsetzen kann“ von einer Firmengründung überzeugt haben. Ideen habt ihr jetzt also in Hülle und Fülle, nun geht es an die Namenswahl. Natürlich sind Namen nicht nur Schall und Rauch, euer Name ist meist das Erste das der Kunde von euch hört, ihr solltet also alles daran setzen einen guten und einprägsamen Namen zu finden. Selbstverständlich unterstützen wir euch dabei und haben einige Tipps für euch parat.

 

  • Domaincheck: ihr habt stundenlang über einen Namen nachgedacht, dann folgt die Ernüchterung: die Domain ist bereits vergeben. Aus diesem Grund solltet ihr eine Website zur Überprüfung eurer Wunschdomains haben. Die meisten Anbieter die Domains verkaufen bieten so etwas natürlich an, 1&1 beispielsweise. Der Vorteil hierbei ist das euch gleich alternative Endungen angezeigt werden, sollte euer Domain bereits vergeben sein. Auch ganz nett ist namecheckr, hier könnt ihr den Namen eurer Marke eingeben und bekommt dann angezeigt in welchen sozialen Netzwerken und Intenetdiensten der Benutzername noch zu haben ist. Gerade für Firmen die auf social media marketing setzen also ein äußerst nützliches Tool.
  • Kurz und knapp: je kürzer ein Domain, umso leichter kann man ihn sich merken, je weiter vorne er im Alphabet steht umso weiter vorne erscheint er in Auflistungen. Alles Faktoren die ihr bei der Namenswahl berücksichtigen solltet.
  • Aussprache: wenn ihr euren Namen erst einmal buchstabieren müsst bevor man ihn versteht dann solltet ihr euch vielleicht einen anderen suchen, wenn er regelmäßig falsch geschrieben wird ebenso (bei letzterem Fall könntet ihr zumindest noch die „falschen Domains“ kaufen und auf die richtige umleiten).
  • International: falls ihr schon an eine weltweite Expansion denkt sollte euer Name natürlich so gewählt werden das er in anderen Sprachen nicht „tot“ oder „fürchterliche Qualität“ bedeutet. Um solche teueren Missverständnisse (wie zb. Peugeot: Prostituierte statt hübsch) zu vermeiden, empfiehlt es sich den Namen vorher von einem Einheimischen überprüfen zu lassen, an der Uni findet ihr hier sicher einen freundlichen Austauschstudent der euch weiterhelfen kann.
  • Regional: wenn ihr einen regionalen Service betreibt dann braucht ihr nicht zwangsläufig eine .com Domain (aus eigener Erfahrung: die sind furchbar schwer zu finden, selbst wenn man einfach nur Blödsinn eingibt bekommt man oft ein „Vergeben“ als Meldung). Im Gegenteil, eine regionale Endung wie .bayern oder .berlin bringt euch hier Marketingtechnisch oft sogar mehr.
  • Details oder nicht: ihr könnt euch entweder für einen allgemeinen Namen entscheiden, der für viele Produkte stehen könnte und in vielen Ländern verstanden wird. Ihr könnt eurer Startup aber auch nach dem Ort oder der Nische die es ausfüllen will bennen. Lebenslaufservice-Timbuktu zum Beispiel, dies hat den Vorteil das schon beim lesen des Domains klar ist was ihr anbietet und wo, bringt aber eben den Nachteil mit sich das eine Expansion schwerer ist, wenn ihr später Regale mit dieser Domain verkaufen wollt, dann wird das eine kleine Herausforderung.
  • Konkurrenz: viele Firmen bennen sich nach einem großen Konkurrenten, bzw. nach demjenigen der den Markt erschlossen hat, dass ist natürlich ein zweischneidiges Schwert, einerseits wird so anfangs deutlich was ihr macht, weil das Geschäftsmodell und ein bisschen auch der Erfolg, eurer Konkurrenz auf euch abfärbt. Später wird es allerdings schwer den Ruf als Kopie wieder los zu werden, ihr müsst euch also darüber klar werden ob ihr mit einem solchen Makel leben wollt.
  • Kreativ aber nicht zu kreativ: einen Namen zu finden der noch nicht benutzt wird, der beschreibt was ihr macht und den man sich leicht merken kann, kann eine Herkulesaufgabe werden, aber die Kreativität die ihr hier investiert wird sich später auszahlen. Allerdings solltet ihr es auch nicht übertreiben, wenn ihr euer Startup nach einem Insiderwitz, den nur ihr selbst versteht, benennt, dann seid ihr vermutlich übers Ziel hinaus geschossen.
  • Geschichte: ist euch schon mal aufgefallen wie oft in Zeitungsartikel über Firmen auf die Entstehungsgeschichte eines Names hingewiesen wird. Ziemlich oft. Einfach aus dem Grund weil das meist lustige/nette/interessante, manchmal auch traurige Geschichten sind die einen Artikel etwas auflockern können. Ihr solltet euch also schon im Vorfeld eine Geschichte überlegen (und die sollte nicht lauten: wir haben uns einen Nachmittag zusammengesetzt, überlegt und dann den Namen genommen bei dem die .com Adresse noch frei war), vielleicht eine nette Geschichte aus eurer Kindheit, vielleicht auch etwas ganz anderes. Solche Sachen lassen sich ja in der Regel nicht nachprüfen, eure Geschichte wie ihr zu dem Namen gekommen seid kann also auch frei erfunden sein, Hauptsache sie ist gut und lässt sich verkaufen.
  • Test: wenn ihr euch für einen Namen entschieden habt, dann testet ihr, fragt Freunde, Bekannte und Verwandte nach ihrer Meinung. Fragt was sie damit assozieren, fragt ob sie ihn nach einmaligem hören schreiben können, fragt sie einen Woche später ob sie sich noch an den Namen erinnern, fragt sie alles was euch in den Sinn kommt.

 

Wir hoffen das euch diese kleine Liste bei euren Gründungsbemühungen weiterhilft und das wir in irgendeiner Weise einen kleinen Anteil an eurem zukünftigen Namen gehabt haben. Fragen, Anregungen und Kritik zu diesem Beitrag sind natürlich immer gern gesehen. Auch wenn ihr Wünsche habt über welche Themen wir in Zukunft schreiben sollten würden wir uns freuen wenn ihr sie mit uns teilt, wir versuchen selbstverständlich immer den Wünschen und Anregungen unserer Leser zu entsprechen.

Wenn es euch nicht reicht nur eure Wünsch für neue Beiträge zu äußern, dann könnt ihr auch selbst Autor beim Unchained Magazine werden, schreibt uns einfach eine kurze Mail.

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