Ultimativer Test: LG V10 – da gibts was auf die Ohren

Ultimativer Test: LG V10 – da gibts was auf die Ohren

In unserer Technologie Testreihe haben wir uns diesmal das LG V10 vorgenommen und auf Herz und Nieren geprüft. Die Daten klingen schon mal interessant: 16 cm lang, knapp 200g schwer…das macht schon was her. Dazu kommt eine 16 Megapixel Hauptkamera und zwei (warum auch immer) Frontkameras. Die größte Neuerung ist aber der Second Screen, dazu später mehr.

Affiliate Foto

Die Verpackung

Für die Freunde des Unboxing müssen wir leider ein YouTube Video verlinken da wir neue Gadgets und Geräte immer so schnell aus der Verpackung reißen das da keine sehenswerten Filmaufnahmen gelingen wollen.

So, jetzt ist das gute Stück also ausgepackt und es geht ans Eingemachte.

Die Kamera

Hand aufs Herz, wer telefoniert denn mit einem Handy noch wirklich? Lieber schreib ich eine halbe Stunde per Whatsapp als das ich drei Minuten in ein Telefon plärre. Viel wichtiger sind doch Dinge wie eine gute Kamera. Ihr wisst schon, manchmal muss man auf Datingseiten ja Bilder verschicken und da will man ja das alles in voller Pracht zur Geltung kommt. An Kameras herscht beim LG V10 kein Mangel, stolze drei Stück enthält das Teil. Eine 16 MP Hauptkamera die es dank eines Experten Modus auch für Antifotografen möglich machen soll vorzeigbare Bilder zu schießen. Dazu kommt eine 5 MP Frontkamera, damit man seine Selfies nicht mehr wie der letzte Penner vor dem Spiegel machen muss und eine 5 MP Weitwinkelkamera für Gruppenselfies. Kein Witz. Leider versieht das Smartphone die Bilder noch nicht automatisch mit Hashtags und lädt sie bei Instagram hoch. Schwach. Hier hätte ich mehr von LG erwartet. Qualitativ sind die Bilder allerdings nicht zu verachten, der Experten Modus hält was er verspricht, bei 16 MP muss man von Schärfe nicht groß reden.

Die Haptik

Das V10 sieht hochwertig aus, und bei knapp 200g hat man auch was in der Hand. Die Abdeckung aus Kunststoff sieht natürlich nicht ganz so elegant aus wie eine aus Metall, hat aber den Vorteil das sie rutschfester ist. Wenn ihr euer neues Handy mit einer Hand bedienen wollt dann soltet ihr über außergewöhnlich große Hände verfügen oder einen chirurgischen Eingriff ein Betracht ziehen. Mit normalgroßen Händen ist das LG nämlich nur recht schwer einhändig zu bedienen. Aber wozu hat man denn zwei davon? Ein guter Grund auch die linke Hand mal etwas zu fördern, die langweilt sich sonst ja noch.

Der Klang

Die Audioqualität des LG V10 wird sowohl vom Hersteller offensiv beworben als auch in zahlreichen Kundenrezensionen positiv hervor gehoben. Ich muss zugeben das ich kein Audiofetischist bin, Benachrichtigungsklänge und Spielemusik schalte ich soweit wie möglich aus und mein Musikkonsum ist auch eher unterdurchschnittlich. Die feinen Klangnuancen heraus zu hören liegt mir also fern, aus meiner Sicht klingt es gut, aber meine Ansprüche sind eben auch recht niedrig.

Second Screen

Oberhalb des 5,7 Zoll Hauptdisplays befindet sich ein weiteres 2,1 Zoll Display, dieses soll bei ausgeschaltetem Hauptdisplay stromsparend wichtige Benachrichtigungen anzeigen. Auch wenn das Hauptdisplay in Betrieb ist, zb. beim spielen, werden auf dem zweiten Display weiterhin Benachrichtigungen angezeigt. Im Prinzip eine gute Idee, allerdings mit dem Nachteil das man dazu gezwungen wird sie zu nutzen. Das zweite Display schaltet sich nämlich nur dann aus wenn man das Handy in die Hosentasche steckt oder auf den Rücken dreht, jedenfalls darf kein Licht mehr auf den Senson kommen. Für mich etwas nervig, ich würde schon gerne selbst entscheiden ob ich eine Funktion nutzen möchte oder nicht. Klar ist es nützlich und spart Akku wenn man Nachrichten nur auf einem kleinen Bilschirm angezeigt bekommt, wenn man aber mal etwas spielen oder in Ruhe Nachrichten lesen will und dann pausenlos die Meldungen aus einem Gruppenchat einrollen dann geht einem das mit der Zeit schon auf den Sack.

Was hält es aus?

Leider wohl die größte Schwäche des LG V10, es ist ein bisschen schwach auf der Brust. Schon die Kugel aus einem simplen Scharfschützengewehr reicht aus um es in tausend Einzelteile zu zerlegen. Und das wo der Hersteller doch kratz- und bruchfestes, an den Ecken verstärktes Gorilla Glas versprochen hat. Hier sollte LG dringend nachlegen.

 

Gut, das man mit der 50 Cal aufs Handy schießt kommt wohl eher selten vor, außer ihr seid Amerikaner, aber ein bisschen schade ist es dann doch. Statt immer nur die Kameras zu verbessern könnten die Hersteller sich wirklich mal mehr Mühe geben und die Teile kugelsicher machen. Andererseits würden dann ja viele YouTuber ihre Daseinsberechtigung verlieren.

Aber es gibt ja auch realere Bedrohungen für ein Handy. Kampfpanzer zum Beispiel. Ich hab aufgehört zu zählen wie viele Displays die mir schon kaputt gemacht haben. Dummerweise sind die auch noch meistens im Ausland registriert (unsere eigenen funktionieren ja nicht) und die Versicherung stellt sich dann immer quer. Ein panzersicheres wäre also schon mal eine Erleichterung. Das Internet wäre nicht das Internet wenn man nicht auch einen solchen Test finden würde. Es fängt harmlos mit fallen lassen an und endet bei Minute 7:04 mit 36 Tonnen Stahl vs. LG V10

Tja glatt durchgefallen. Falls ihr Kriegsberichterstatter seid oder in einer Pariser Vorstadt wohnt, dann kann ich euch dieses Gerät leider nicht empfehlen.

Was ist sonst noch zu beachten

  • Für das Handy braucht ihr eine Nano Simkarte, wenn ihr die nicht habt müsst ihr euch entweder einen Sim Stanzer besorgen oder bei eurem Mobilfunkabieter nachfragen ob ihre eine neue Simkarte bekommt. Wenn ihr das Handy mit Vetrag kauft erledigt sich das sowieso und auch wenn ihr es ohne kauft und mit einem bestehenden Vertrag nutzen wollt wird euer Anbieter wahrscheinlich kulant sein.
  • Selten geworden in der heutigen Zeit: der Akku ist austauschbar. Für diejenigen die ihr Handy jedes halbe Jahr ersetzen sicher nicht erwähnenswert, für alle die ihr Handy als Familienmitglied sehen und es fü einen längeren Zeitraum nutzen wollen aber eine gute Sachen. Über den Tag kommt man mit der Laufzeit auch, mehr kann man von einem modernen Smartphone ja sowieso nicht erwarten.
  • Wer technische Spielereien mag findet beim V10 einen Fingerabdrucksensor, meins ist es nicht, funktioniert aber einwandfrei.
  • Laut Hersteller ist der Speicher dank Micro SD Slot auf 2TB erweiterbar. Also schlappe 2000 Gigabyte. mir ist nicht wirklich klar was man mit dieser Menge an Speicherplatz machen soll. Aber vielleicht findet sich ja ein Whistleblower der mit diesem Handy irgendwo Daten rausschmuggelt und so für den nächsten Skandal sorgt.

Was kostet es?

Bei Amazon werden für das:

LG V10 Smartphone (5,7 Zoll (14,47 cm) Touch-Display, 32 GB interner Speicher, Android 5.1) schwarz (Affiliate Link) zur Zeit (29.4.2016) 471 Euro aufgerufen. Aber wie wir alle wissen fallen die Preise im Smartphone Markt schneller aus die Hüllen von Gina Lisa, in nicht allzu langer Zeit wird also eine 3 die erste Zahl sein.

Fazit

Wer seine Zeit gerne mit fotografieren und Musik hören verbringt wird mit dem LG V10 sicher eine gute Wahl treffen, wer häufiger mal einem russischen Panzer oder einem amerikansichen Gewehr über den Weg läuft sollte vielleicht doch ein anderes Modell wählen. Wer sein Handy nur für Whatsapp und SPON benutzt wird wohl auch mit einem günstigeren Modell zufrieden sein können (andererseits heißt es ja „an dem Phablet eines Mannes erkennt man den Johannes“ da hat man vielleicht schon lieber 16 cm in der Hand als 8cm).

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