Die wichtigsten Tipps für Gründer

Die wichtigsten Tipps für Gründer

Alea iacta est – die Würfel sind gefallen, neben Fachschaftspartys und gähnend langweiligen Vorlesungen ist noch Zeit für ein Startup a.k.a. du wirst Gründer. Eine Geschäftsidee ist auch schnell gefunden, kein Wunder wir haben dir ja schon einige rausgesucht. Was fehlt noch? Ein Name natürlich, manche machen eine Wissenschaft daraus, andere nehmen das erste was ihnen einfällt. Du bist dir immer noch unsicher und hast noch weitere Fragen? Kein Problem, wir haben natürlich noch weitere Tipps für dich. Heute speziell für all jene die zum ersten Mal unternehmerische Erfahrung sammeln.

  • Risiko: du solltest dir überlegen welche Risiken du eingehen willst und auch kannst. Es gibt sehr solide Geschäftsideen die man ohne große Probleme auch starten kann wenn man nebenher eine Familie versorgen und ein Haus abbezahlen muss. Es gibt aber auch Ideen die schnell schief gehen können (oder anders herum sehr schnell durchstarten können). Im Vorfeld solltest du dir also auf jeden Fall ein paar Gedanken über dein Risikoprofil machen.
  • Ideen: die Umsetzung einer Idee ist meist deutlich schwerer als die Idee zu haben (aus diesem Grund kannst du auch anderen beruhigt von deiner Idee erzählen, die allermeisten Menschen haben gar nicht das Zeug dazu dir die Idee zu klauen und selbst zu verwirklichen). Das heißt aber natürlich nicht das Ideen wertlos wären, ganz im Gegenteil. Am besten legst du dir ein kleines Notizbuch für deine Ideen zu, zur Not auch eine App fürs Handy, immer wenn dir dann ein Geistesblitz kommt kannst du ihn aufschreiben. Die allermeisten dieser Ideen wirst du vermutlich schnell verwerfen, zu teuer, zu kompliziert, gibts schon. Aber immer mal wieder wirst du eine haben die dich auch nach mehrmaligem Nachdenken nicht los lässt. Die lohnt es sich dann weiter zu verfolgen. Auch die anfangs verworfenen Ideen können noch Gold wert sein, im „schlechtesten“ Fall zaubern sie dir in ein paar Jahren ein Lächeln aufs Gesicht. Im besten Fall greifst du sie irgendwann ein Mal wieder auf, veränderst ein Detail, denkst den Gedanken weiter, schon kann aus einer verworfenen Idee eine geniale geworden sein.
  • Ich kenn jemand der jemanden kennt: ein gutes Netzwerk schadet nie. Aus diesem Grund solltest du mit so vielen Leuten wie möglich ein Kontakt kommen, Experten auf einem bestimmten Gebiet, Investoren, erfahrene Gründer, Neu-Gründer wie du, auf irgendeine Weise profitiert man immer voneinander, sei es durch den Austausch von Gedanken, Beteiligungen, Kontakten oder auch nur mal ein kleiner Ratschlag, sodass du nicht die gleichen Fehler machen musst die andere schon vor dir gemacht haben.
  • Ratschläge: Ratschläge sind eine tolle Sache, wenn dir jemand weiter helfen will solltest du dich immer darüber freuen. Selbstständig zu sein bedeutet aber auch seine eigenen Entscheidungen zu treffen, wenn du bei einer Vorgehensweise Bauchschmerzen hast dann wähl lieber eine andere. Letztendlich geht es um deine Firma, du trägst die Verantwortung, du bestimmst den Kurs. Dazu gehört es manchmal eben auch, Ratschläge freundlich aber bestimmt abzulehnen.
  • Mag ich nicht: welchen Sinn hätte es seine eigenen Entscheidungen zu treffen wenn man am Ende nur mit Leuten zusammen arbeitet die man nicht leiden kann. Richtig, gar keinen. Es ist deine Firma, du kannst dir raussuchen mit wem du zusammen arbeiten willst. Lass dich nicht auf Kunde oder Investoren ein, mit denen du nicht klar kommst nur weil sie dir kurzfristig Geld einbringen. Wenn du keinen Spaß mehr an der Arbeit hast wird deine Zeit als Gründer nicht besonders lange andauern. Gerade wenn du während des Studiums oder nebenberuflich gründest bist du ja auch nicht auf jeden Cent angewiesen, du solltest also, vor allen anderen Dingen, sicherstellen das dir deine Arbeit an deinem Startup Spaß macht und das du dich mit den Leuten mit denen du zusammen arbeitet auch wohlfühlst.
  • Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps: wenn dir die Arbeit Spaß macht ist das natürlich eine super Sache, manchmal kann es aber auch dazu führen das du den Blick für andere Dinge im Leben verlierst, deine Familie, deine Freunde, deine Hobbies. Dafür sollte bei aller Startup Liebe auch noch Platz in deinem Leben sein, zur Not in dem du dir einfach mal einen ganzen Tag frei nimmst und dich gar nicht um deine Firma kümmerst (ja das fällt erstmal schwer, nein du darfst auch keine Mails lesen).
  • Lernen: nein, nicht wie in der Schule Jahreszahlen auswendig lernen. Als Gründer wirst du jeden Tag Dinge lernen, manche sind schmerzhaft, manche wunderschön, manche interessant bei manchen ist man auch froh das es nach ewigen Zeiten des rumprobierens endlich irgendwie funktioniert. Aber alles was du lernst hilft dir weiter, hilft dir dein Startup besser zu leiten. Und wer weiß, vielleicht hast du ja irgendwann so viel über ein Thema oder eine Branche gelernt das du ein Buch darüber schreiben kannst.
  • Soziale Netzwerke: das bedeutet nicht das du den ganzen Tag bei Facebook rumhängen sollst, aber auch für Gründer gibt es einige interessante Netzwerke. Ganz klassisch natürlich Xing und LinkendIn, über die du mit extrem vielen Leuten in Kontakt kommen kannst. Mit Founderio gibt es auch eine Plattform speziell für Gründer, dort kannst du dich austauschen, dir ein Team suchen und vieles mehr. Übrigens: auch twitter hat seine Vorteile, zum Beispiel die Tatsache das du dort jedem eine Nachricht schicken kannst (gut, eine Antwort bekommt man nicht immer, aber die Chancen stehen zumindest besser wie bei Facebook wo alles erstmal im Sonstiges Ordner verschwindet).
  • Information: es gibt unendlich viele Infos für Gründer. Blogs von Investoren, Bücher von Leuten die einen Milliarden exit hingelegt haben, Gründerforen, speziallisierte Newsseiten wie Gründerszene und Deutsche Startups und das tolle ist: viele dieser Informationen sind kostenlos. Ebenso wie viele Tools die dir dein Leben als Gründer erleichtern können. Wenn du es zeitlich hin bekommst dann solltest du dir einen Überblick darüber verschaffen welche Publikationen und welche Menschen für deinen speziellen Geschäftsbereich die größte Relavanz haben und regelmäßig ihre Veröffentlichungen lesen, vielleicht sogar auch mal mit ihnen in Kontakt treten (twitter lässt grüßen), keine Angst, mehr wie ablehnen können sie dein Anliegen nicht.
  • Hilfe: sich ratsuchend an andere zu wenden ist keine Schande, sondern kann dir sehr viel Ärger ersparen, warum sollte man jeden Fehler selbst machen wenn es doch immer jemanden gibt der das gleiche Problem schon vor dir hatte und einen Weg gefunden hat es zu lösen (oder auch einen Weg wie es nicht funktioniert).
  • Niemals: gibt nicht auf. Das wird manchmal schwer werden, manche Leute werden dich belächeln, selbst enge Freunde oder deine Familie werden vielleicht nicht an dich glauben und dir zureden das du dein Leben nicht verschwenden sollst und dir lieber einen „richtigen“ Job suchen solltest. Wenn du allerdings von deiner Idee überzeugt bist (und das solltest du sein, sonst solltest du gar nicht erst damit anfangen), dann hör nicht auf die Zweifler, setz dich hin und setz es um.

 

Wir hoffen sehr das dir diese Tipps und Ratschläge auf deinem Weg zur eigenen Firma weiterhelfen. Wenn du noch weitere wichtige Erfahrungen gemacht hast dann freuen wir uns natürlich über deinen Kommentar, gerne ergänzen wir die List dann auch entsprechend.

Wenn du schon eine gewisse Erfahrung mit Startup Gründungen hast dann würden wir uns freuen wenn du uns deine Geschichte erzählen willst, entweder in Form eines Interviews oder als Bericht/Gastbeitrag. Details findest du auf dieser Seite, wir freuen uns auf deine Nachricht.

 

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