Musikalische Zeitreise mit Prinz Pi – von Porno zur Liebe

Musikalische Zeitreise mit Prinz Pi – von Porno zur Liebe

Heute beginnt eine neue Ära. Das Unchained Magazine startet nämlich eine neue Serie, die musikalische Zeitreise. In dieser Reihe möchten wir die Entwicklung von Bands und Solokünstlern im Laufe der Zeit unter die Lupe nehmen. Beginnen werden wir mit dem, nach eigenen Angaben, „besten deutschen Themenrapper“ Prinz Pi a.k.a. Prinz Porno, mit bürgerlichem Namen, Friedrich Kautz. Seit 1998 hat er es auf ordentlich 13 Soloalben gebracht, von denen wir euch natürlich auch einige Lieder eingebettet haben um seine Wandlung im Zeitablauf darzustellen. Ohne große Texte, lediglich mit ein paar Hintergrundinfos, möchten wir euch anhand der folgen Lieder Pis musikalische Entwicklung zeigen.

 

Die Geschichte von Prinz Pi, der damals noch Porno hieß, begint 1998 mit dem Album „Porno privat“. Ursprünglich nur für Freunde und Verwandte gedacht, fand das Werk seinen Weg ins Internet und Pi kam vor allem durch den Track „Keine Liebe“ zu erster Bekanntheit in der der Berliner Rap Szene.

2004 beendete Pi seine Zusammenarbeit mit dem Label Royal Bunker, das letzter erschienene Album war eine Kollaboration mit Seperate.

Fun Fact: das 2005 erschienene Album Teenage Mutant Horror Show (TMH) entstand aufgrund einer Wette mit Seperate in lediglich zwei Wochen. Nach diesem Album erfolgt auch die Umbennung zu Prinz Pi, da viele Produzenten seine „Porno CDs“ ungeöffnet zurück schickten.

Das Album „Donnerwetter“ (2006) wird von Pi als erstes richtiges Album bezeichnet und war bis zu diesem Zeitpunkt sein kommerziell erfolgreichstes. Statt Gangsta Rap finden sich nun auch politische und gesellschaftskritische Lieder in Pis Repertoire.

Vom Album Neopunk, das Ende 2008 heraus kam, findet man leider nur noch wenig bei YouTube. Das Album, das sich vom musikalischen Stil her komplett von seinem bisherigen Werk unterscheidet, kam bei Fans höchst unterschiedlich an. Während ihm einige eine gelunge Neuerfindung bescheinigten, konnten viele mit den neuen Beats nichts anfangen.

2009 gründete Pi sein eigenes Label, Keine Liebe Records bei dem kurz danach die Fortsetzung zur Teenage Mutant Horror Show (TMH2) erschien, mit der Pi sich wieder mehr seinen gesellschaftskritischen Wurzeln zuwandte.

Mit dem 2011 erschienenen Album Rebell ohne Grund, hielt eine neues großes Thema Einzug bei Prinz Pi: die Liebe. Die enstprechenden Lieder nehmen etwa die Hälfte des Albums ein, gesellschaftskritische Texte wie „Krieg@Home“ oder „Drei Kreuze für Deutschland“ sind allerdings weiterhin zu finden.

Kompass ohne Norden (2013) brachte Pi die erste Nummer 1 Platzierung in den deutschen Albumcharts ein. Kritische Texte treten jetzt mehr und mehr in den Hintergrund, stattdessen besteht das Album aus Lieder zu Themen wie Erwachsen werden, Beziehungsprobleme und Liebe.

Das im Februar dieses Jahres erschienene Album „Im Westen nichts neues“ ist das jüngste Werk aus der Feder des Berliners, mit dem er endgültig im Mainstream angekommen ist (wenn auch auf qualitativ hochwertige Weise), kritische Lieder (Schornsteine zum Thema deutsche Waffenexporte) sind einmal mehr die Ausnahme, das Gros der Lieder handelt von zwischenmenschlichen Problemen.

Wir hoffen das euch unsere kleine musikalische Zeitreise gefallen hat und das die Auswahl der Lieder seine Entwicklung vom Gangsta Rapper über den Gesellschaftskritiker bis hin zum Liebes Poeten, gut wiedergibt. Übrigens hat es Pi bis jetzt auf beachtliche 14. Soloalben gebracht, vielleicht dürfen wir uns also auch in der Zukunft noch auf einige Überraschungen bezüglich seiner Entwicklung gefasst machen.

Wenn ihr Vorschläge und Wünsche habt, welche Band oder welcher Künstler in der nächsten musikalischen Zeitreise untersucht werden soll dann lasst es uns wissen.

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